Rückblick: Jugendarbeit. Gemeinsam. Entwickeln – Fachexkursion nach Dresden

In Kooperation mit aha – Jugendinfo Vorarlberg und koje – Offene Jugendarbeit Vorarlberg (Österreich) plante Uferlos – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit in Sachsen die gemeinsame Fachexkursion nach Dresden.

Vom 23. bis 26. April 2026 trafen sich bis zu 25 Personen aus Organisationen des österreichischen Bundesland Vorarlberg und der AGJF Sachsen e. V. zum gemeinsamen Austausch in der sächsischen Landeshauptstadt. Im Mittelpunkt der Exkursion standen das gegenseitige Kennenlernen der jeweiligen Arbeitsfelder, Jugendhilfestrukturen und Ansätze der Jugendarbeit sowie der fachliche Austausch über gemeinsame Herausforderungen und Perspektiven.

Nach kurzen Inputs über sächsische und vorarlbergische Jugendarbeitsstrukturen im Plenum, konnten anschließend nach eigenen Arbeitsfeldern und Interesse gearbeitet werden. Angelehnt an die Arbeitsbereiche der AGJF Sachsen, wurden in jeweils 1-stündigen Fokusgruppen mit kurzen Inputs der sächsischen Kolleg*innen, die folgenden Themen bearbeitet:

  • Inklusion in der Jugendarbeit
  • Neutralitätsanforderungen an das Arbeitsfeld der Jugendarbeit
  • Professionelle Haltungen im Arbeitsfeld
  • Zusammenarbeit mit Kommunalpolitik
  • Fachzeitschriften (corax + Diskurs)
  • Jugend-Apps
  • Flucht und Migration als Querschnittsthema in der Jugendarbeit
  • Geschlechterreflektierende Demokratiebildung
  • Lebensweltrelevante Demokratiebildung
  • Resilienz und psychische Gesundheit der Zielgruppe und Fachkräfte
  • Internationale Jugendarbeit
  • Jugendliche und Neonazismus

Dabei ging es vordergründig um das Erörtern der Thematiken im Blick auf unterschiedliche Arbeitsfeld-, Organisations- und Projektstrukturen sowie dem Austausch zu aktuellen Herausforderungen und gemachten Erfolgen. Schnell wurde deutlich, dass es an vielen Stellen Gemeinsamkeiten in Bezug auf Problemlagen gibt, die einen rege Gesprächskultur begünstigten. Diese wurde auch gerne mal in den gemeinsamen Pausen weitergeführt.

Lösungen für die großen und oftmals als strukturell benannten Probleme konnten natürlich nicht gefunden werden, dafür aber Ansätze, Materialien und Methoden, die in der eigenen Arbeit erprobt werden wollen.

Auch ein Blick in Praxis konnte mit dem Besuch des Stadtteilzentrum Emmers (Dresden Pieschen) und der Führung durch das Gebäude gewährleistet werden. Vielen Dank an die engagierte Mitarbeiterin für ihre Zeit und Informationen! Drei Kolleg*innen aus Österreich besuchten aus arbeitsfeldbezogen Interesse die Notschlafstelle Koje in Dresden und berichteten anschließend über die gemachten Eindrücke.

Der Austausch hat gezeigt, wie wertvoll Begegnungen über Ländergrenzen hinweg für die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit sind. Unterschiedliche Perspektiven, ähnliche Herausforderungen und geteilte Erfahrungen boten zahlreiche Impulse für die eigene Praxis sowie für die Jugendarbeit im Allgemeinen. Die geknüpften Kontakte und begonnenen Gespräche bilden dabei eine gute Grundlage für zukünftige Kooperationen und fachlichen Dialog.

Das große Interesse an einem weiteren Treffen – dann in Vorarlberg – wurde von allen Beteiligten deutlich spürbar und machte klar: Es geht längst nicht mehr um die Frage, ob es ein Wiedersehen geben wird, sondern nur noch darum, wann.

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