Uferlotsen gehen an den Start

In den vergangenen Jahren konnten die Potenziale für Internationale Jugendarbeit (IJA) in Sachsen in den verschiedensten Regionen identifiziert und durch die Fachstelle «Uferlos» die Zusammenarbeit zwischen freien Trägern der örtlichen und überörtlichen Ebene mit aktuell fünf Kompetenzstellen für IJA angebahnt und belebt werden. Allerdings benötigen gewachsene, aber auch neu geknüpfte Strukturen internationaler Netzwerke und Partnerschaften Unterstützung. Hinzu kommt der erhöhte Aufwand in der Begleitung von freien Trägern der Jugendarbeit, da diese signalisieren, dass für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen der IJA keine ausreichenden Ressourcen in den Regelstrukturen vor Ort zur Verfügung stehen. Um Jugendbegegnungen ermöglichen zu können und diese bedarfsgerecht ausgestalten zu können, benötigen die Träger qualifiziertes, auskömmlich finanziertes Personal, angemessene zeitliche Budgets und ausreichend finanzielle Möglichkeiten zur Umsetzung von IJA-Maßnahmen. Zudem sind die Zugangsvoraussetzungen/ Auflagen und Qualitätsansprüche für die Planung und Umsetzung von IJA-Maßnahmen (Jugendbegegnungen/ Fachkräfteaustausche) für Newcomer der IJA mitunter zu hochschwellig und zu wenig bedingungsoffen, um erste IJA-Erfahrungen zu initiieren/ und positiv konnotiert zu erleben.

So werden die in Sachsen für die IJA bereitstehenden Mittel sehr unterschiedlich und nicht in Gänze ausgeschöpft. Um die Signale sächsischer Träger in den Landkreisen und kreisfreien Städten, keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung zu haben und Förderinstrumente als wenig niedrigschwellig zu erleben, aufzugreifen, sowie IJA-Maßnahmen mit Unterstützung durch Landesmittel zugänglicher zu machen bedarf es der gezielten Unterstützung von IJA-Angeboten vor Ort.

Die Fachstelle «Uferlos» hat aus diesem Grund ihr Konzept erweitert und wird mit vier zusätzlichen Mitarbeitenden und den jeweils kooperierenden Einrichtungen Ermöglichungsstrukturen für Internationale Jugendarbeit auf Einrichtungs-/Trägerebene an vier Standorten stärken. Das Projekt unterstützt die vorhandenen Strukturen vor allem durch Abbau der Zugangsbarrieren auf Organisationsebene.

Ziel ist es insbesondere, IJA im Konkreten und vor Ort erlebbar zu machen und damit neuen Teilnehmenden einen eigenen Zugang zu verschaffen und Fachkräfte, Einrichtungen und Träger neu als IJA-Akteur*innen aufzuschließen. Dabei ermöglichen die vor Ort aktiven „Uferlotsen“ positiv erlebbare IJA-Praxiserfahrungen, identifizieren Stolpersteine bei der IJA-Umsetzung und entwickeln IJA-Expertise vor Ort verbleibend in Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Trägern.

An derzeit vier Standorten (Landkreis Leipzig, Erzgebirgskreis, Landkreis Mittelsachsen, Landkreis Bautzen) bestehen dazu Kooperationen mit bereits erfahrenen IJA-Akteur*innen vor Ort (IJA-Projektpartnerorganisationen). Diese sind: Förderverein für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit e.V. in Grimma, Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Aue-Schwarzenberg e.V. in Breitenbrunn, Treibhaus e.V. in Döbeln sowie Valtenbergwichtel e.V. in Neukirch/ Lausitz.

Kontakt:

Standort Grimma: Tobias Geng / geng@agjf-sachsen.de / 0157-58172395

Standort Breitenbrunn: Isabell Meyer / meyer@agjf-sachsen.de / 0157-58172316

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